1600 KM durch Alaska im Winter-ohne Hunde

Ein Rennen im tiefsten Winter 1,600 km quer durch Alaska bei minus 40 C auf dem Iditarod Trail -ohne Hunde alleine nur mit eigener Kraft!

 

Bis ans Limit gehen die besten (Langstrecken) Winter Sportler aus aller Welt auf dem beruehmten Iditarod Trail seit fast 20 Jahren- ohne Hunde!

Dieses Extremrennen per Fat Bike, Lauf oder Ski findet seit den 80’er Jahren statt.  Fat Bikes dominieren in diesem Event, der Iditarod Trail ist wiederum der Grund warum es Fat Bikes heutzutage ueberhaupt gibt, hierfuer wurden diese dicken Reifen entwickelt.

Seit 2002 heisst das Rennen Iditarod Trail Invitational . Um einen Startplatz zu erlangen, geht jeder Teilnehmer durch einen Interview Prozess mit dem Veranstalter Bill und Kathi Merchant oder qualifiziert sich durch die Teilnahme in den “Qualifier” Winter Rennen oder Teilnahme in einem  der Merchant’s “Winter Training Survival Camps.”

Heutzutage gibt es mittlerweile 8 Qualifizierungsrennen in 4 Ländern und 4 US Staaten:  USA, Canada, Alaska, Minnesota, Wisconsin, Idaho, Finnland und Norwegen. Damit die Teilnehmer vor der großen Herausforderung getestet werden, sowie ihre Survival Kenntnisse in extremer Kälte  finden diese in Gebieten statt, wo es kalt und einsam ist und lange Winter Trails vorhanden sind, minimum 150 KM. Die Mehrheit dieser  Winter Ultra Rennen wird von früheren Teilnehmern des Iditarod Trail Invitational in deren Heimat ins Leben gerufen und organisiert.

Temperaturen liegen oft bis zu -40  Grad.Ausser den 7  Checkpoints, alle 80 KM bis 120 KM sind  die Teilnehmer auf sich gestellt und bivuakiere oft im Freien. Die Ausruestung wird mitgefuehrt.Die Teilnehmer übernachten oft  der Strecke, wenn sie den naechsten Checkpoint nicht erreichen.  Manche Athleten bewegen sich Non-Stop um das Ziel in McGrath in unter 3 Tagen zu erreichen. Seit 2015 liegt der Fat Bike Rekord bei 1 Tag, 18 Stunden und 32 Minuten. „Faster Than The Dogs“ ist der neue Slogan seit der Alaskaner John Lackey die 560 KM lange Strecke von Knik nach McGrath schneller als jeder Dogmusher zurueckgelegt hat. Den 1000 Meilen Fat Bike Rekord gehoert auch einem Alaskaner: Jeff Oatley von Fairbanks,10 Tage 2 Stunden und 53 Minuten (2014)

Unter diesen extremen Bedingungen legen die Teilnehmer Tagesetappen von bis zu 80 km in der Rauen aber wunderbaren Winterlandschaft von Alaska zurück. Die Strecke ist anspruchsvoll, es geht Berge rauf und runter und große Flusssysteme mit Gefahren wie Overflow (Dünne Eisschichten die einbrechen können) werden durchquert

 

 

Am 26. Februar startet  das 16. Iditarod Trial Invitational mit 85 Teilnehmern aus 14 Ländern, darunter nur ein Deutscher. Es gibt 3 Distanzen: 130 Meilen (Kurzstrecke) 350 Meilen ( Mittelstrecke) und die Koenigsdistanz 1000 Meilen, das sind rund 1600 KM durch Kaelte und Schnee auf einer Schlittenhundestrecke.Die Rennstrecke ist abseits jeglicher Strasse, nur per Schneemobil, Buschflieger, Lauf, Fat bike und Ski erreichbar und im Sommer existiert diese Strecke gar nicht.

Bisher haben dies nur 60 Athleten geschafft, darunter 7 Frauen, wobei einer der Pionier Frauen die Veranstalterin Kathi Merchant ist, die erste Frau mit Fat Bike (2008)

Im Vergleich dazu haben seit 1953  4000 Bergsteiger den Gipfel von Mount Everest erreicht! Bei dem Iditarod Trial Invitational gibt es nicht den Sherpa der den Rucksack trägt. Aus diesem Grund gilt es auch als das härtestet Rennen der Welt und ist eine echte Herausforderung und Abenteuer.

Ausilia Vistarini aus Italien ist eine von zwei Frauen die jeweils die 1000 Meilen Sued und Nord Route mit dem Fat Bike geschafft haben und zwei folgenden Jahren (2013,2014)

Crisp film-in search of the shared land, 2016

http://crisp-movie.com/

Die Iditarod Route wechselt mit geraden und ungeraden Jahren zwischen Nord und Suedroute Iditarod Trail.

 

Beitrag

Katharina Merchant

Race director, Fat Biker, Guide kommt aus Bayern und lebt seit 2002 in Alaska.

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